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Tätigkeiten

Auf dem Weg von einem religiösen Fest innerhalb der Klostermauern zu einem Festival für die ganze Nation hat das Shoton Festival eine Menge Veränderungen durchgemacht, zu den Höhepunkten zählen aber auch heute noch das Buddha Bildnis, die tibetischen Oper und die Yak- und Pferderennen.

1. Buddha Bildnis

Das 500m2  große Buddha Bildnis am Hügel hinter dem Drepung Kloster ist der Auftakt zum Shoton Festival. Viele Tibeter stehen schon um 2 oder 3 in der Früh auf und begeben sich zum Kloster um einen besseren Blick zu erhaschen. Um 5 in der Früh ist das Gedränge schon groß und der ganze Hügel voll mit Menschenmassen die gespannt darauf warten, wenn um etwa 7 in der Früh das 20m lange zusammengefaltete Bildnis von den stärksten Lamas auf die große Plattform getragen wird. Rechtzeitig zum Sonnenaufgang um etwa 8 Uhr ist es schließlich soweit und das Bildnis des Sakyamuni, der Kombination von Gott- und Menschheit, wird langsam entfaltet. Daraufhin beginnt die Anbetung, ‚Khata‘ (traditioneller Begrüßungsschal) werden niedergelegt und jeder versucht Buddhas Stirn zu berühren um seine Hingabe zu zeigen und um Sicherheit, Glück und Reichtum zu bitten.

Diese Zeremonie stellt den jährlichen Beginn des Shoton Festivals dar.

2. Tibetische Oper

Am Vormittag des gleichen Tages versammeln sich die besten Schauspieltruppen aus ganz Tibet im Norbulingka Park, der Sommerresidenz des Dalai Lama. Die Darbietung dauert 7 Tage, es werden jedoch nur die 8 klassischsten und populärsten Opern wie ‚Prinzessin Wenchen‘, ‚Prinz Norsang‘, ‚Trowa Sonam‘, ‚Schönheit Langsa‘, usw. abwechselnd aufgeführt.

Im Verlauf der Jahrhunderte entwickelte sich die tibetische Bühnenkunst in 3 Hauptteile: Eröffnungszeremonie, Darbietung und Schlusszeremonie.

Bei der Eröffnungszeremonie, auch bekannt als ‚Wenba Dun‘, von ‚Wenba‘ für ‚Figur mit Maske‘ und ‚Dun‘ für ‚Eröffnung‘, kommen zuerst Jäger mit dem Bogen in der Hand auf die Bühne um diese von bösen Geistern zu befreien. Daraufhin erscheint der Prinz (‚Jialu‘), Symbol des Königshofs, um die Zuschauer zu segnen woraufhin die Feen (‚Lhamo‘) vom Himmel herabsteigen um diesen glücklichen Moment mit den Menschen zu teilen. Ein wahrlich großartiger Auftakt!

Eröffnungszeremonie

Bei der eigentlichen Darbietung (‚Xiong‘) kommt ein Erzähler auf die Bühne, um die einzelnen Schauspieler vorzustellen und durch die Handlung zu führen. Dieser Teil ist inhaltlich interessant, bietet jedoch wenige Tanzeinlagen oder Lieder.

Darbietung

 

Tanz und Gesang gibt es erst wieder während der Schlusszeremonie, ‚Tashi‘, was so etwas  ‚glückverheißend‘ bedeuten soll. Unter dem tosenden Applaus der Menge wünschen die Schauspieler dem Publikum ein glückliches und günstiges Jahr.

3. Yak- und Pferderennen

Ein weiterer Höhepunkt, den man unbedingt sehen muss, sind die Yak- und Pferdrennen am Morgen des zweiten Tages. Im Gegensatz zu olympischen Reitwettkämpfen, wo es mehr um die Schnelligkeit der Pferde geht, werden auf der Pferderennbahn im Herzen Lhasas schwierige und atemberaubende Kunststücke gezeigt. So kann man etwa 6 Reiter gleichzeitig bewundern, wie sie am Rücken der galoppierenden Pferde eine Menschenpyramide bauen. Nach den aufregenden Pferderennen geht es weiter mit den nicht weniger interessanten Yak Rennen. Während einige dieser Tiere gar nicht zum Losrennen zu bewegen sind, stürmen andere wiederum unkontrollierbar herum, sehr zur Belustigung des Publikums. Daneben gibt es noch weitere Darbietungen wie Tauziehen, Steinheben, usw.; allesamt Ausdruck des Heldenmuts, der Natürlichkeit und Gewitztheit dieses Volkes.

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